Corporate Publishing neu gedacht

In einer digitalen Welt, in der sich Algorithmen auf Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder X ständig verändern, geraten Unternehmen zunehmend ins Hintertreffen. Was gestern noch Reichweite generierte, wird heute vom Feed verschluckt. Organische Sichtbarkeit? Mangelware. Die Spielregeln werden im Silicon Valley gemacht – und ändern sich scheinbar mit jedem Stimmungsumschwung der erratischen CEOs.

Die Illusion von Sichtbarkeit: Hidden Champions bleiben auch versteckt

Unternehmensseiten auf LinkedIn erreichen im Schnitt gerade einmal 10 % ihrer eigenen Follower – wenn überhaupt. Wer mehr Menschen erreichen will, muss zahlen. Und selbst dann bleibt unklar, wo und neben welchen Inhalten die Marke auftaucht. Brand Safety wird zum Glücksspiel. Insbesondere auf der Plattform X. Immer häufiger teilen sich seriöse Unternehmen die Bühne mit extremistischen Meinungen, Verschwörungstheorien oder reißerischem Clickbait. Ist das wirklich die digitale Nachbarschaft, in der Sie Ihre Marke sehen wollen?

Social Media Fatigue und die Rückkehr zur Qualität

Gleichzeitig wächst die digitale Überforderung: Information-Overload, toxische Debatten, Fake News, Hasskommentare. Viele Nutzer:innen ziehen sich bewusst zurück – auf der Suche nach Relevanz statt Reichweite. Hinzu kommen leblose, KI-generierte Postings, die Content zwar skalieren, aber selten Menschen berühren.


Raus aus der Bubble – rein in die digitale Markenselbstbestimmtheit

 
 

Die strategische Antwort für Unternehmen: eine eigene digitale Heimat

Mittelständische Unternehmen, die zukunftsfähig kommunizieren wollen, brauchen mehr als nur ein paar LinkedIn-Posts pro Monat. Sie brauchen eine eigene Content-Plattform – unabhängig, markenkonform, nutzerzentriert.

Die Vorteile überblicken sich schnell:

  • Redaktionelle Hoheit: Keine Fremdbestimmung durch Algorithmen oder Plattformregeln. Ihre Inhalte, Ihre Regeln.
  • Markenkonforme Umgebung: Volle Kontrolle über Gestaltung, Tonalität und Inhalte – für einen starken Markenauftritt.
  • Langfristige Sichtbarkeit: Inhalte bleiben auffindbar, aktuell und durchsuchbar – statt in der Timeline zu verpuffen.
  • Bessere SEO: Durchdachte Inhalte auf der eigenen Domain zahlen direkt auf Sichtbarkeit bei Google & Co. ein.
  • Zielgerichtete Inhalte: Unterschiedliche Formate und Tiefenebenen für verschiedene Zielgruppen und Customer Journeys.
  • Eigene Leads: Subscriptions und Newsletter helfen den Kontakt zu den Zielgruppen zu halten.

Content-Plattformen sind mehr als nur digitale Broschüren

Eine eigene Plattform ist nicht nur ein Schaufenster, sondern eine Bühne: für Thought Leadership, Inspiration, Dialog und Community-Building. Sie macht aus Kommunikation eine strategische Investition – nachhaltig, glaubwürdig und kontrollierbar.

TL;DR

Die Zeiten, in denen Social Media die billige Kommunikationslösung für alles war, sind vorbei. Wer seine Markenbotschaften heute wirksam, sicher und nachhaltig platzieren will, baut auf Eigenständigkeit. Eigene Content-Plattformen sind das digitale Zuhause für Unternehmen mit Anspruch – und für Marken, die Haltung zeigen wollen.

Responsible Design: So wird Gestaltung zum Markenvorteil

Gutes Design kann heute mehr als nur gut aussehen – es trägt Verantwortung. Responsible Design verbindet gestalterische Qualität mit ethischer, sozialer und ökologischer Relevanz. Gerade für mittelständische Unternehmen ist das ein strategischer Vorteil: Wer glaubwürdig, nutzerzentriert und nachhaltig kommuniziert, schafft Vertrauen, Differenzierung und langfristige Kundenbindung.

Mehr dazu: Responsible Design – Mehrwert für Marken und Menschen

Zwischen Feed und Fachinformation: UX als Brücke im B2B-Marketing

Die Grenze zwischen „seriöser“ B2B-Kommunikation und „populärer“ User Experience ist längst gefallen. Was früher als Gegensatz galt – nüchterne Information vs. visuelle Erlebniswelt – ist heute ein Erfolgsfaktor für wirkungsvolle Marken- und Unternehmenskommunikation. Wer Menschen erreichen will, muss verstehen, wie sie Inhalte konsumieren. Und das ist zunehmend visuell, intuitiv und digital.

Entscheider:innen sind Digital Natives

Der Irrglaube, B2B-Zielgruppen seien weniger digital oder UX-affin, hält sich erstaunlich hartnäckig – ist aber längst widerlegt. Auch Entscheider:innen scrollen durch Feeds, swipen durch Slides und schauen Reels auf Instagram und LinkedIn, während sie unterwegs sind. Eine aktuelle Studie von Accenture zeigt: 66 % der B2B-Käufer:innen erwarten die gleiche Nutzererfahrung wie im B2C.
Das Verhalten von Nutzer:innen im beruflichen Kontext unterscheidet sich kaum noch vom privaten. Der Bildschirm ist derselbe. Der Anspruch auch. Oder kurz gesagt: User ist User – unabhängig vom Jobtitel.

Was heißt das für mittelständische Unternehmen?

Anstatt Inhalte hinter statischen Menüstrukturen zu verstecken, können sie modular, scrollbasiert und visuell aufbereitet werden – ähnlich wie in einem Social Feed. Das macht Inhalte zugänglich, lädt zur Erkundung ein und senkt die Einstiegshürde.

  • Visuelle Storytelling-Elemente: Bilder, Headlines und Micro-Stories entlang der Scroll-Achse schaffen Orientierung und Emotionalität.
  • Den Klick entfernt: Scrolling anstatt Klicken ist heute die natürlichste Interaktion im Web. Es führt Nutzer:innen durch Neugier, nicht durch Zwang.
  • Digitale Lesestrategien: Nutzer:innen wollen selbst entscheiden, ob sie nur überfliegen oder tief eintauchen. Skimming und Deep Dive müssen gleichermaßen möglich sein.
  • Progressive Disclosure: Komplexe Themen lassen sich besser vermitteln, wenn Informationen schrittweise offengelegt werden. Accordion-Elemente, Pop-overs oder Modals sind bewährte Mittel dafür.
     

UX ist keine Spielerei – sondern strategische Kommunikation

Wer heute noch mit bleiwüstenartigen Textwüsten kommuniziert und Nutzer:innen verzweifelt durch Menü-Ebenen klicken lässt, riskiert nicht nur Desinteresse, sondern irrelevante Markenwahrnehmung. Moderne UX ist kein Selbstzweck, sondern die Übersetzung von Inhalten in zeitgemäße, nutzerzentrierte Erlebnisse.
Der Mittelstand braucht dafür nicht das Corporate Design zu überarbeiten und durch einen anstrengenden Rebranding-Prozess zu gehen, um am Ende eine aufgesetzte Startup-Ästhetik zu kopieren. Er muss eine digitale Erzählweise verinnerlichen, die der Erwartung moderner Nutzer:innen gerecht wird. Und das mit der reichlich vorhandenen Markensubstanz verbinden – die früher in Imagebroschüren erstrahlte.

TL;DR

Glaubwürdigkeit und Tiefe wie in der Imagebroschüre. Usability und Emotionalität wie im Instagram-Feed. Das ist zeitgemäße Markenkommunikation im Digitalen.

Responsible Design: So wird Gestaltung zum Markenvorteil

Gutes Design kann heute mehr als nur gut aussehen – es trägt Verantwortung. Responsible Design verbindet gestalterische Qualität mit ethischer, sozialer und ökologischer Relevanz. Gerade für mittelständische Unternehmen ist das ein strategischer Vorteil: Wer glaubwürdig, nutzerzentriert und nachhaltig kommuniziert, schafft Vertrauen, Differenzierung und langfristige Kundenbindung.

Mehr dazu: Responsible Design – Mehrwert für Marken und Menschen

5 elementare Prinzipien für Responsible Design

Prinzip Nr. 1: Relevant sein

Denk an deine Zielgruppe und frag dich stets, inwieweit deine Botschaften und Informationen für sie interessant und mitteilenswert sind.

Relevanz
Nichts ist lästiger als Spam: Nur Relevanz führt zu Eleganz.

Es ist wohl das einfachste und gleichzeitig schwierigste Prinzip. Was interessiert die Rezipienten? Ist es nützlich und hilfreich? Täglich prasseln auf uns Menschen Werbung und Kommunikation ein. Marken versuchen möglichst viele Touchpoints herzustellen – doch oft ohne wirkliche Botschaft. So wird aus gut gemeinter Marketingarbeit ganz schnell Spam.


Prinzip Nr. 2: Alle einbinden

Gestalte Kommunikation immer zugänglich und verständlich – insbesondere für deine Zielgruppen, aber möglichst auch darüber hinaus.

Versteht sich von selbst: Inklusives Design spricht alle an.
Versteht sich von selbst: Inklusives Design spricht alle an.

Barrierefreiheit ist hier nur ein Stichwort von vielen. Messen, Websites, Magazine sollten so gestaltet sein, dass sie jeder versteht und nutzen kann. Das geht über Kontraste und Schriftgrößen hinaus.

Prinzip Nr. 3: Absichten transparent machen

Schütze deine Zielgruppe vor Manipulation und lege offen, was du mit deinem Design bezweckst.

Keine Dark Patterns: Nutzerführung auf Augenhöhe gestalten.
Keine Dark Patterns: Nutzerführung auf Augenhöhe gestalten.

Die beste Beziehung zwischen Rezipienten und Marken ist eine auf Augenhöhe. Marken beweisen Respekt, wenn sie ihre Intentionen offenlegen. Dark Patterns sind beispielsweise UX-Designs, die Benutzer:innen zu Handlungen zu verleiten, die gegen ihre Interessen gehen. Setzt man als Marke auf solche Mechanismen, verliert man auf Dauer das Vertrauen.

Prinzip Nr. 4: Empathisch sein

Sei dir bewusst, dass Design verletzend sein kann und vermeide Stereotypen und missverständliche Symboliken.

Von user-centered zu human-centered: Hinter jeder Zielgruppe stecken Menschen mit Gefühlen.
Von user-centered zu human-centered: Hinter jeder Zielgruppe stecken Menschen mit Gefühlen.

Beim Gestalten sollte man sich stets eine diverse Gruppe von Menschen vor Augen führen. Welche Emotionen weckt das Design bei ihnen? Ist etwas zweideutig gestaltet und könnte falsch verstanden werden? 

Prinzip Nr. 5: Nachhaltig gestalten

Gehe sorgsam mit den Ressourcen des Planeten und deiner Zielgruppe um.

Wir gestalten nicht im Überfluss: Zeit und Rohstoffe sind begrenzt.
Wir gestalten nicht im Überfluss: Zeit und Rohstoffe sind begrenzt.

Nachhaltig gestalten bedeutet nicht nur auf ökologische Aspekte zu achten. Auch die Ressourcen von unseren Rezipienten können verschwendet werden. Wissen wir doch: Aufmerksamkeit und Zeit sind begrenzt. Die kognitive Überlastung ist eine ernstzunehmende Herausforderung in der Kommunikation.

Was denkst du?

Was sind deiner Meinung nach starke Prinzipien für Designer? Schreib uns an redaktion@design-hoch-drei.de

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Responsible Design – Mehrwert für Marken und Menschen

Design leitet, führt, weckt Emotionen, schafft Erfahrungen und setzt (soziale) Standards – speziell in unserer stark von Visualität und Bildästhetik geprägten Zeit. Dennoch unterschätzen die meisten Menschen den immensen Einfluss von Design auf Interessens-, Kauf- und somit Handlungsentscheidungen. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr, dass Designer sich Informationen über das Verhalten und die Wünsche der Menschen zu Nutze machen. Die negativen Auswirkungen von Design, das sich um kurzfristige Wirkung statt um einen verantwortlichen Dialog bemüht, werden stark unterschätzt. Das Plädoyer lautet daher, mit Responsible Design neue Wege zu gehen. Ziel muss sein, für Menschen, Marken und die Gesellschaft einen echten und nachhaltigen Mehrwert zu stiften.

Vom Nachhaltigkeitsreflex zum verantwortungsvollen Kommunikationsdesign

Spätestens seit der Klimawandel neue, und vor allem hohe Wellen schlägt, ist der Begriff der Nachhaltigkeit in aller Munde. Nachhaltigkeitskampagnen von Werbern und Marketern entladen sich geradezu entfesselt und in unüberschaubarer Vielfalt, wenn es um das Buhlen und die Gunst gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und Akzeptanz geht. Unternehmen und Marken müssen im Zuge dessen erkennen, dass ein Vorbeiwirtschaften an gesellschaftlichen Interessen nicht langfristig zum Erfolg führen kann. Was zum Nachhaltigkeitsreflex zu verkommen droht, reicht aber nicht aus, um den Erhalt von Unternehmen zu sichern oder das Image gewinnbringend zu vermarkten. Responsible Design widmet sich dieser Herausforderung mit einer ganz neuen Herangehensweise und einer grundsätzlichen Abkehr von überkommenen Werten und Ideologien. Mit dem Anspruch, eine solide und dauerhafte Vertrauensbasis zu Stakeholdern und Verbrauchern aufzubauen und verantwortungsvolles Kommunikationsdesign zu etablieren.

Wer sagt, dass sich Verantwortung und Ästhetik nicht kombinieren lassen?

Lange war im Design die oft gebrauchte Formel „form follows function“ tonangebend, nach der sich die Form stets unterordnet. Responsible Design versucht hier entscheidend umzudenken: Mit „form meets content“ ist ein Ausdruck für verantwortungsvolles Design geschaffen. Gestalter, Redakteure und Designer sollen sich auf Augenhöhe begegnen und an der Verschmelzung von Design und Inhalt arbeiten. Interdisziplinäres Denken und Arbeiten mit dem Blick auf das Ganze wird Design im Sinne der Nachhaltigkeit revolutionieren und das turbokapitalistische „fire and forget“ durch eine intensive Beschäftigung mit den zu transportierenden Inhalten ablösen. Ein Ansatz, der auf langlebige Ziele setzt und die Folgen und die Wirkung unserer Kommunikation zu Gunsten kommender Generationen mitdenken möchte, ohne die ästhetische Komponente zu vernachlässigen.

Responsible Design kann die entscheidenden Marktvorteile liefern

Verantwortungsvolles Design spiegelt sich bereits in verschiedenen Aspekten wider, wie etwa bei Lebenszyklusanalyse, Ökosystemdynamik, nachhaltigem Design und verhaltensorientiertem Design. Die Leitgedanken sind klar ethisch, aber auch holistisch geprägt: Ist die Botschaft relevant? Ist das Design allgemein zugänglich und verständlich und ist es vereinbar mit ethischen Ansprüchen? Mit zentralen Fragen wie diesen geht man deutlich über den bloßen Anspruch ästhetischer Gesichtspunkte hinaus und möchte stattdessen soziale und ethische Aspekte in die Kommunikation integrieren.
Dabei geht es aber nicht nur um ethische Korrektheit, sondern um entscheidende Marktvorteile. Identitätsfragen, Werte und Identifikationsmodelle haben heute stark an Bedeutung gewonnen, weshalb die Kommunikation und Darstellung eines Unternehmens sowie dessen Image immens wichtig für den Erfolg ist. Damit macht sich Responsible Design zur Aufgabe, authentische Marken und Profile zu entwickeln, die ihren Wiedererkennungswert nicht allein über die ansprechende Form, sondern eben auch durch die glaubhafte Vermittlung von relevanten Inhalten generieren. 

“Responsible Design ist das Fundament für authentische, nachhaltige Marken”


Statt kurzfristige – und meist auch kurzsichtige – Erfolge anzuvisieren, wird eine solide und dauerhafte Vertrauensbasis zu Stakeholdern wie Verbrauchern aufgebaut. Authentische und persönliche Nähe zum Verbraucher ist, wie man am Beispiel von Influencern und Testimonials sieht, für Unternehmen wichtiger denn je. Das Modell der persönlichen Anrede des Verbrauchers, der Transparenz und der Identifikationsfläche wird von Responsible Design nicht nur aufgegriffen, sondern weitergedacht. Dabei verbindet sich der ethische Anspruch mit den unternehmerischen Gedanken von Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Angesichts der omnipräsenten Trends zu Nachhaltigkeit und Best Practice, wird verantwortungsvolles Design zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Denn um Nachhaltigkeitsprogramme der Unternehmen identifizieren zu können, liegt der Schlüssel wie so oft in der Kommunikation.

Strategisches Responsible Design

Das strategische Responsible Design beschreibt das Schaffen von Strukturen für eine verantwortungsvolle Kommunikation. Welche grundlegenden Arbeitsweisen und Prozesse müssen geschaffen, welche Stakeholder eingebunden werden? Traditionell ist das Arbeiten mit Design hauptsächlich in der Marketingabteilung verankert. Sie arbeitet mit Agenturen zusammen und beschäftigt sich intensiv mit dem eigenen Markenauftritt. Doch Markenarbeit umfasst heute viel mehr als nur die Entwicklung von Corporate Design, Werbekampagnen und Imagefilmen. Markenarbeit tritt heutzutage an viel mehr Stellen im Unternehmen auf, als man denkt. Responsible Design muss daher als gemeinsame Aufgabe verstanden werden.

Implementierung von Responsible Design in den Kommunikationsprozess

Bei einem Designprozess geht es darum, die Dinge im Kern zu verstehen und sich ihnen neugierig zu nähern. Dabei sind gesellschaftliche Transformationsprozesse, technologische Weiterentwicklungen, Marktentwicklungen, Ressourcenverbrauch und Produktionsprozesse genauso entscheidend, wie das adäquate zum Ausdruck bringen von Inhalten und Botschaften. Designer handeln nicht autonom, sie sind eingebettet in einen Prozess mit mehreren Akteuren. Die Umsetzung von Responsible Design muss daher von allen Beteiligten gelebt werden. Zum einen muss daher auf operativer Ebene für Einzelakteure eine Umgebung geschaffen werden, in der sie nach den Maßstäben von Responsible Design arbeiten können. Zum anderen muss Responsible Design auch in die strategische Kommunikationsplanung eingebunden werden. Hierfür müssen Unternehmen ihre Strukturen anpassen und neue Arbeitsweisen lernen. Praktische Ideen und Beispiele, wie all dies gelingen kann, liefert unter anderem das Handbuch „Glaubwürdige Unternehmenskommunikation“, das im SpringerGabler Verlag erschienen ist.

Wie profitieren Unternehmen von Responsible Design?

Responsible Design bietet für Marken und Unternehmen enormes Potenzial. Eine veränderte Stakeholder-Betrachtung führt zu einer umfassenderen Kommunikation und bietet neue Wege, innovativ zu kommunizieren. Auch in der heutigen Purpose-bestimmten Kommunikation ermöglicht Responsible Design die Leitlinien für ernsthafte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen – denn Haltung zeigen geht erst, wenn man Haltung entwickelt hat. Dies wird sich auch positiv auf die Unternehmenskultur auswirken. Durch Responsible Design wird eine visuelle Kultur entstehen, die Mitarbeitern, Partnern und Kunden viel nahbarer ist. Sie werden emotional und nachvollziehbar mit der Marke in Verbindung treten und interagieren. Auch in der Glaubwürdigkeit des Unternehmens werden große Fortschritte erzielt, denn der bewusste Umgang mit Verantwortung wird auf allen Ebenen spürbar sein. So versteht sich Responsible Design als eine Kommunikation, in der sich Form und Inhalt konstruktiv vereinen. Nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für Anwender und Designer verspricht das einen entscheidenden Mehrwert und eine positive, vor allem regenerative Wirkung.

“Responsible Design ermöglicht die ernsthafte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen”

Leseempfehlungen zu Responsible Design

Neben unserem Handbuch „Glaubwürdige Unternehmenskommunikation“, das wir im Zuge der Gründung der ResCom Academy mit unseren Partnern geschrieben haben, empfehlen wir diese Bücher für einen guten Überblick zum Thema Responsible Design:

  • Bowles, Cennydd: Future Ethics. NowNext Press, 2018.
  • Kuang, Cliff & Fabricant, Robert: User Friendly: How the Hidden Rules of Design are Changing the Way We Live. Work & Play, 2020.
  • Papanek, Victor: Design for the Real World: Human Ecology and Social Change. Thames & Hudson, 2019.
  • Peter, Ruben: The Politics of Design: A (Not So) Global Design Manual for Visual Communication. BIS Publisher, 2016.
  • Peters, Tom: Design! DK, 2005.
  • Sammer, Petra: Visuelles Erzählen in PR & Marketing. O’Reilly, 2015.


Responsible Design: So geht’s nicht

Warum Marken verantwortungsvoll gestalten sollten, zeigt unsere Linksammlung. Im Internet stellt die Community schlechtes Design an den Pranger. Das kann verhängnisvoll für Marken sein. Denn das Internet vergisst (fast) nie.


Was denkst du?

Was sind deiner Meinung nach die Herausforderungen und die Chancen von Responsible Design? Schreib uns an redaktion@design-hoch-drei.de

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Datenvisualisierung – Make it visible, make it remarkable

Datenvisualisierung ist das Transportmittel für unsere Argumente in unserer immer komplexer werdenden Technologie-Welt. Sie ist visuelle Kunst und eine kreative und tiefe Auseinandersetzung mit Form und Funktion. Es geht um mehr, als eine Infografik mit Daten zu versehen. Im Designprozess muss man dafür den Kontext verstehen, eine effektive grafische Metapher finden, Ordnung schaffen, Aufmerksamkeit steuern und eine Geschichte erzählen. Denn eine gelungen Datenvisualisierung erzählt etwas, entfernt Unnötiges und richtet den Fokus auf nützliche Informationen.
Und egal ob in Geschäfts- und Nachhaltigkeitsreportings, in der Produktkommunikation oder bei Vorträgen – eigentlich überall müssen Daten gezeigt und kommuniziert werden. Denn Smart Data benötigen wir für unser evidenzbasiertes Handeln. 

Infografische Darstellung am Objekt: Fotoaufnahmen von Gegenständen bieten dem Auge gewohnte Bilder, die jedoch als Infografik in einen neuen Kontext gestellt werden können.

Gefangen im Daten-Dschungel

Doch brauchen wir für eine aussagekräftige Datenvisualisierung nicht alle Informationen, sondern nur die richtigen. Es gilt auch hier das Prinzip der elegant simplexity. So muss man zunächst den Daten-Dschungel durchdringen und die relevanten Informationen herausfiltern (cut it into pieces & simplify to the core). Wurden nun die wichtigsten Elemente gefunden, müssen diese nochmals aufgeschlüsselt werden – denn jedes noch so kleine Teil muss bedeutungstragend sein (rebuild the relevant). Zudem muss diese Bedeutung auch wirklich verstanden werden. Denn nur wer die Daten und die Aussage, die er mit ihrer Visualisierung treffen möchte, auch in der Tiefe verstanden hat, kann smart gestalten (add some elegance).

Welchen Kaffee trinken unsere Kollegen gerne? In dieser Infografik veranschaulichen wir die Verteilung der Lieblingszubereitungsart.

Kompetenz zeigen, Entscheidungsprozesse beschleunigen

Eine gelungene Datenvisualisierung strahlt immer eine Innovationskraft aus, die sich positiv auf die Marke auswirkt. Herausragend gut funktioniert dies etwa, wenn sich die Datenvisualisierung überraschend mit dem Markenbild verbindet und eine Einheit bildet. Der Einsatz von Datenvisualisierungen liefert eine klare Botschaft und macht sie verständlich und attraktiv. Sie beschleunigt Entscheidungsprozesse. Als Kommunikator beweist man damit nicht nur seine Kompetenz und gibt geeignete Handlungsempfehlungen, sondern entlastet seine Zielgruppe kognitiv und spart ihnen somit wertvolle Ressourcen.

In digitalen Medien bieten sich animierte Datenvisualisierungen an. So werden durch die Bewegungen die Entwicklungen erlebbar.

Big Data, big emotions

Doch starke Relevanz für den Rezipienten gelingt in der Kommunikation vor allem durch Emotionen. Gut aufbereitete Informationen bleiben bei den Betrachtern hängen – sowohl im Gedächtnis, als auch im Herzen. Zudem entsteht durch die Verwendung von gelernten Designelementen eine neue Form des gemeinsamen Verständnisses.  Innerhalb dieser können selbst noch so komplizierte Sachverhalte mit Leichtigkeit mitgeteilt und erfasst werden. Und eins ist sicher: durch ein besseres Verstehen entsteht auch ein stärkeres Miteinander.