Die Messe im digitalen Zeitalter

Die Messe im digitalen Zeitalter

Beste Connections auf der Messe

Die Messe ist und bleibt ein herausragendes Kommunikationsmittel für Vertrieb und Marketing. Das persönliche Treffen auf Messen ist im digitalen Zeitalter wichtiger denn je. Im Konsumgüterbereich mag das nicht mehr ganz so zutreffen, hier nehmen die Online-Kanäle wie Webshops einen größeren Stellenwert ein. Doch für Industriegüter gilt die Messe nach wie vor als ein Leitmedium. Wer viel Geld für eine Maschine in die Hand nimmt, möchte sich darüber nicht ausschließlich im Web informieren. Der Austausch, das Erfahren und Erleben sind noch immer die große Stärke von Messen. Die Messe ist ein emotionales Event, das Kunden und Unternehmen zusammenbringt und die Kundenbindung stärkt. Ein Webauftritt kann das nicht in vollem Umfang ersetzen.

Messekonzepte erstellen mit digitaler Denke

Ein Messestand kann allerdings von einer digitalen Denkweise profitieren. Bei jedem Digitalprojekt steht die User Centricity im Mittelpunkt. Das bedeutet, alles ist auf die Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet: die Bedienbarkeit, die Informationsarchitektur, die Aufbereitung des Contents. Bei der Konzeption eines Messestandes kann genauso auf Tools wie User Journey, Persona und Prototyping zurückgegriffen werden, um ein möglichst nutzerfreundliches Erlebnis für den Messebesucher zu erzeugen. Basis für das Konzept können Design-Thinking-Workshops sein. Hier lassen sich Vertreter aus verschiedenen Unternehmensabteilungen vereinen, die ihre Blickwinkel und Erfahrungen mit Kundenbedürfnissen einbringen können.

Digitale Tools helfen, einen Messeauftritt aus der Sicht eines Besuchers zu entwerfen.

Aus diesen Informationen werden Zwischenergebnisse erarbeitet und anschließend getestet, ob sie dem zuvor definierten Lastenheft standhalten. Das Endergebnis ist aus unserer Erfahrung immer überzeugend. Der nutzerzentrierte Designprozess führt dazu, dass viel stärker auf die Faktoren wie Usability, Experience und Interaction eingegangen wird. Funktionalität, Design und Emotion fügen sich harmonisch zu einem multisensorischen Messeerlebnis zusammen. Darüber hinaus lassen sich auch die Vermarktung vor und nach der Messe durch Design Thinking viel besser planen.

Digitale Potenziale auf dem Messestand

Nicht nur mit einer digitalen Arbeitsweise, sondern auch mit digitalen Kommunikationsmitteln wird der Messestand zum Erfolg. Zwar möchten Messebesucher in erster Linie Fachgespräche führen und selbst Hand an die Produkte legen. Doch im B2B stecken enorme Potenziale in der digitalen Präsentation von Produkten und Services. Denn die meisten Maschinen und Dienstleistungen werden immer komplexer und mit „Handanlegen“ können ihre Funktionen nicht komplett erfasst und verstanden werden. Augmented Reality und Touchanwendungen sind besonders geeignet, um diese anspruchsvollen Inhalte in digitaler Form elegant, emotional und verständlich darzustellen.

Holistisch denken und von vornherein Digitales mit einplanen.

Allerdings fühlen sich digitale Anwendungen oft wie Fremdkörper auf dem Messestand an. Entweder sie werden in eine abgesonderte Ecke verbannt oder sie werden zusätzlich über das eigentliche Standkonzept gestülpt. Ein weiterer Störfaktor sind unterschiedliche Designrichtlinien, die einen Bruch zwischen analoger und digitaler Welt verursachen und somit die Immersion zerstören, also das Kundenerlebnis mindern. Wichtig ist daher: Niemals Digital und Analog getrennt voneinander betrachten. Digitale Anwendungen müssen sich inhaltlich und gestalterisch in das Standkonzept fügen. So kann ein Messeauftritt in einer digitalen Zeit erfolgreich sein.

Multimedialer Messeauftritt von Herrenknecht auf der bauma 2019: explorative Digitalanwendungen, haptische Modelle, Bewegtbild und plakative Wände im Editorial Design

tl;dr: Ein B2B-Messestand kann nicht durch einen digitalen Kanal ersetzt werden. Er profitiert aber von digitalen Tools und digitalen Anwendungen. Ein Beispiel wie das gelingt, zeigt der Messeauftritt von Herrenknecht auf der bauma 2019.

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